Kategorie-Archiv: Blog

Leonardo sein Oscar

Oskars 2016

Leonardo di Caprio hat jetzt endlich 2016 seinen Oscar, nachdem er 5 mal schon nominiert war!
Und man hätte meinen können er bekommt ihn für sein Lebenswerk!
Was der schon alles weggeschafft hat, oder?? Mit der Titanic untergegangen, und an Strände gespült, bei der Mafia war er, Broker – einfach alles! Der hat schon alles weggespielt, was es wegzuspielen gab!
Ist doch wahr!
Aber er hat ihn für die Hauptrolle bekommen für diesen Rückkehrer, der gegen einen Bären kämpft. Unter Anderem.
Ich hoffe ja er feiert jetzt noch und liegt besoffen unter einem seiner TopModels!

Und von wegen Topmodels:
Irgendwie sind diese Oskars ja dann auch wieder nicht ernst zu nehmen, oder????
Bitte:
„Mad Max : Fury Road“ hat 6 Oscars bekommen!
Fury Road!
(Also verrückte Strasse, nicht Furry Road. Das hiesse „pelzige Strasse“-
klingt aber ja auch irgendwie nett:)
6 Oscars, und ich sag mal: Für nix.
Ich sag mal – Handlung. Naja. Ein Tanklaster fährt erst in die eine Richtung
und dann ab Hälfte des Films wieder in die andere Richtung.

Es fährt: Charlize Theron – gut, ich sag mal – fahren kann sie. Mehr muss sie in diesem Film leider auch nicht machen.
Da beisst die Maus keinen Faden an der roten Dior Robe ab.
Mad Max selber.– maulfaul. Und nicht cool. Sondern einfach: hat nix zu sagen. Laaaaangweilig!

Und mit dabei:
5 Topmodells ( unter anderem das Gschpusie von Jason Statham und die Tochter von Lennie Kravitz ), die tatsächlich – und das war für mich das Beeindruckendste am ganzen Film –
die nie nie niemals, obwohl sie sich ausdauernd und andauernd in Dreck, Schlamm und Staub wälzten, auch nur den kleinsten Dreckfleck irgendwo an ihren blütenweissen Bandagenkleidern hatten. Nie!
Wirklich faszinierend! Und ja auch ungerecht.
Also ich persönlich saue mich ja schon ein wenn ich nur mal fünf Minuten wo stehe – da brauch ich garnix machen. Nur stehen. Da kann man sehen wie ich Flecken kriege auf hellen Shirts.
Da werfen sich mir Fruchtfliegen und Schokoladenbrösel entgegen – das ist so.
Weswegen ich sowas ja auch nie tragen würde – schon garnicht, wenn ich wüsste, dass ich die nächsten Tage in einem alten Tanklaster durch eine Dreckwüste brettern müsste.

Die Mädels dagegen – Die waren sowas von durchimprägniert – ich war fasziniert!
Deswegen bin ich auch bis zum Schluss dringeblieben. Wahrscheinlich, weil ich sicher war, dass man das nicht bis zum Schluss durchziehen kann, sowas totaaaal Unglaubwürdiges! Bitte , ich nehm ja alles mit – Monster? Aliens aus dem All? Vampire?
Schauspielernde Topmodells? Bitte gern! Aber kein Fleck auf dem Hemd? No way!
Da muss doch irgendwann mal was hängenbleiben, bitte!
Dem war aber nicht so. Voll crazy!!!

Und natürlich, so nebenbei: Wofür gabs einen der Oscars? Fürs Kostüm!
( Die Reinigung hätte eigentlich einen verdient )

Also normalerweise geh ich ja raus, wenns mich langweilt oder so,
der Moment kommt leider immer irgendwann – oder spätestens wenn ich weiß, wie der Film enden wird oder halt einfach, weils halt auch öd ist, manchmal
und dann bin ich weg.
Ich glaube ich hab in meinem Leben noch keinen Kinofilm zu Ende gesehen.

Außer den Mad Max halt. Ausgerechnet. Den man sich aber eigentlich garnicht ansehen muss.Trotz der Oscars.

Geriatrifizierung

Geriatrifizierung

Ich liebe meine Wohnung. Ich sitz gern drin, und guck gern raus, Balkon, drumherum Weinberge – die sind ein bisschen weiter weg, liegen noch ein paar Häuser dazwischen, aber dann doch nah genug, dass ich die Traktoren hör, wenn sie alle Jahre wieder irgendwelches Pflanzengift auf die Stöcke regnen lassen.
Weshalb ich im Frühjar nie in den Weinbergen jogge. Und seitdem auch nur noch Ökowein kaufe.
Gut, Alkohol ist eh ein Nervengift, da macht ein bisschen Pflanzenschutzmittel nix aus –
aber HALT -ich vergaloppier mich grad total:)
Not the Thema.

Ich guck also aus dem Küchenfenster, was öfters vorkommt, weil Waschbecken und Schneidefläche am Fenster sind. Ja, und Katzenfutterplatz! Günther und Tilda nehmen das Frühstück gern mit Panoramablick ein, tatsächlich!
In der Weite also die Weinberge.
In der Nähe – das Haus gegenüber. Nicht weiter dramatisch, da liegt ne Strasse dazwischen und auf den Balkonen war nie groß was los ( gut , außer dem Besoffenen, der mal am Silvesternachmittag hackedicht und splitterfasernackt Raketen in meine Richtung abgeschossen hat ) .
Bis jetzt.
Die Wohnungen ( Stadtbau?) wurden von Grund auf neu saniert, zwei der Mieter sind wohl geblieben, der Rest wurde ausgewechselt.
Ja, was soll man sagen. Seitdem hält die Kittelschürzenfraktion Einzug.
Kittelschürzen sind wohl für ältere Damen das, was heute die Wellnesspants oder die Wohlfühlhose für dahemm sind.
Und sie sind überall. Sie ploppen aus allen Balkonen.
Gut, die Balkone sind jetzt ein bisschen bunter, da blüht auch schon mal ne Geranie.
Und vor allem sitzt da ne Kittelschürze rum, und so eine Kittelschürze ist ja eben auch meistens schön bunt. Was ja eigentlich schön fürs Auge wäre. Aber irgendwie – da sitzen sie und gucken, manchmal zupfen sie auch an der Geranie. Mich irritiert das.

Eine der Kittelschürzen hat auch noch nen Gatten auf dem Balkon sitzen. Meistens in der kurzen Büx. ( Nein! Letztens sah ich ihn nackig durchs Zimmer gehen. Er sah genau wie ein Loriot-Männchen aus!) Der tut noch weniger als so eine Kittelschürze. Der hängt nur überm Balkon. Der macht nix. Nada. Nur gucken. Bei der kleinsten Aktivität auf der Strasse hängt er überm Geländer. Ab und an sehe ich , wie seine Frau im das Essen hinschiebt, und dann das leere Tellerchen wieder mitnimmt.Die macht noch am meisten von allen, die bügelt und dann raucht sie mal eine.
Ja, und gestern saß sie tatsächlich auf dem Balkon unter einer Trockenhaube, rauchend. Ich war fasziniert.
Die Dinger gibt’s noch! Direkt vor mir!
Ist das denn nicht gefährlich, wenn man so ein Ding auf dem Kopf hat, und dann raucht?
Kann da nix explodieren?
Ich meine, das ist ja immerhin sowas wie ein MiniaturHeissluftBallon.
Und dann tauchte so ein Bild vor mir auf – lauter ältere Damen, die an ihren kleinen Trockenhauben hängend, in der Luft schweben. Bezaubernd.

Ja. Das passiert jetzt in meinem Stadtviertel.Die Gentrifizierung wird zur Geriatrifizierung.
Den einen Vorteil hats ja angeblich.:
Ein Kriminologe aus Hannover hat festgestellt, dass die „Vergreisung der Republik die innere Sicherheit enorm fördert.“ Wenn mit innerer Sicherheit gemeint ist, dass mir mein Handtäschchen nicht entrissen wird, oder ich vom Fahrrad geschubst werde – gut.
Meine innerste innere Sicherheit dagegen ist zutiefst verunsichert. Ich will nicht am Küchenfenster stehen und das Gefühl haben, dass die Kittelschürze von gegenüber mitkriegt, was ich in meinen Salat tue, oder ob Tilda & Günther heute mal Felix statt Whiskas kriegen.
Und sobald man auf der Strasse ist – praktisch dauernde Überwachung.
Prism in my Street.
Ein ganz ganz unangenehmes Gefühl, das.
Ich warte ja schon druff, dass der Alte demnächst mal anfängt , Abmahnungen vom Balkon runterzubrüllen.
Hoffen wir mal für ihn, dass es dann nicht mich trifft:)

Naildesign für Profis

Um diese kleine Episode bin ich jetzt wirklich ein paar Tage herumgeschlichen –
soll ich sie aufschreiben? Oder besser doch nicht?
Andererseits – sie ist schon wieder so skurril – dass es schade drum wäre, sie zu vergessen.
Und ich kenn`doch mein Hirn!

Also:
Sitz ich vor ein paar Tagen so rum…. wo man halt so rumsitzt. Es kann eine Parkbank sein, genauso gut ein Wartezimmer beim Dottore – aber dann denken wieder alle , ich wär ja nur noch malad`-
aber kanns mir wurscht sein?
Ebend!
Also – neben mir also eine jüngere Dame, von der Ausstrahlung eher mal kompakt, also handfest – hatte auch ordentliche Arbeitshosen an, und solides Schuhwerk. Man konnte also gleich irgendwie erkennen – ne Naildesignerin etc. sitzt da nicht.
Wir kommen also so ins Gespräch, plaudern ein bisschen Smalltalk,
wer warum und überhaupt, und ich frag sie nach ihrem Autschn.
Die Hand, sagt sie, und zeigt mir das rechte Pfötchen. Damit ich es besser sehen kann, nimmt sie den GummiHandschuhVerband runter und ich kann fette Narben auf dem Handrücken erkennen. Und vom Ringfinger gibbet nur noch ein Glied.
Weia! sag ich, was haben Sie denn DA gemacht!
Kreissäge, sagt die Dame ( Ich sag ja – nach Naildesignerin sah sie halt auch nicht aus.)
Nafein, sag ich, also Sie haben vielleicht Hobbies!
Ja, sagt sie, alles abgetrennt. Haben die mir aber wieder schön angenäht.
Aber halt nicht opti. Schmerzen plagen sie, auch wenns schon wieder einigermassen aussieht.
Und beim Arbeiten stört das. Vor allem der – und sie deutet auf den Mittelfinger.
Weswegen sie auch gleich nen Termin beim Chirurgen hat . Weil der – und sie deutet nochmal auf den Mittelfinger – der soll jetzt weg.
Ich schnappe nach Luft. Wie, weg!?
Na, weg halt! erklärt sie.
Er läßt sich nicht mehr sooo bewegen, er stört einfach, weil er nicht mehr so tut, wie er soll.
Der soll weg.
Naja, sag ich, dann können Sie ja schon mal schön das Evil – Zeichen beim Metallkonzert machen!
Stimmt! sagt sie, und beide sitzen wir einen Moment da, mit dem EvilSign.
Aber Sie könnten ihn doch mit nem Gummi oder so an die anderen Finger binden, den übriggebliebenen Ringfinger, und den kleinen Finger, und der Zeigefinger kann dann schalten und walten wie er will, werfe ich mich für den ungeliebten Mittelfinger in die Bresche – dann muss der Mittelfinger vielleicht garnicht weg. Und vielleicht wird ja alles gut!
Nööö, sagt sie, der soll weg.
Außerdem, sagt sie, muss ich dann nicht mehr so viele Fingernägel schneiden!! und grinst.
Ja, sag ich, wobei – das Fingernägelschneiden haben Sie beim letzten Mal ja auch auf die harte Tour gemacht!
Und wir grinsen wieder.

Ich sag ja – Naildesignerin war sie ganz sicher nicht.

Wäschestange des Grauens

Frühling!

Ich weiß nicht, weshalb ich fast meine komplettes Sparschwein für diese Bioresonanz-Therapie hingeblättert habe – irgendwie schlägt das im Moment noch nicht so an:
Die Nase läuft, die Augen tränen –
aber dennoch bin ich wie meistens guter Dinge und verströme puren Optimismus. Egal wo.
“ Das ist doch schön, dass wir noch miteinander lachen können!!“ freut sich einer der Zahnärzte meines Vertrauens – ja, ich hab da mehrere, die im wöchentlichen Rhythmus heimgesucht werden –
so bleibt es für jeden von uns abwechslungsreich.
“ Na klar,“ sag ich, “ ich will doch, dass es meinen Ärzten gut geht!“
So bin ich.
Dass mir ein anderer Arzt meines Vertrauens letztens erzählt hat, dass grade die Zahnärzte am meisten .. ich will es mal sanft ausdrücken .. mit dem Leben hadern,
weil sie nämlich, um ihren Patienten helfen zu können, manchmal erst recht Schmerzen verursachen müssen – das ist nur einer der Gründe.
Ich kann nix dafür – ich muss halt immer blöde Witze machen, das ist irgendwie genetisch. Aber macht auch nix.
Wie gesagt, ist der Arzt am lachen, freut sich die Patientin.

Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes schreiben.
Nur eine kurze Erklärung. Ein Hinweis:

Foto0065

Falls ich unter verfrühtem Alzheimer leiden sollte, noch mehr dummes Zeug rede, also eh schon,…
oder auffallender Gedächtnisverlust eintritt ( also mehr noch, als ich eh schon habe ):
Ich wollte sie Euch nur zeigen. Die ist dran schuld.
Die Wäschestange des Grauens.
Gegen die ich jedes Mal sowohl beim Rausradeln als auch beim Reinradeln mit dem Kopf dagegendotze.
Weil ich irgendwie den Abstand immer verkehrt einschätze.
Ja, ich könnte auch schieben. Nö, das wäre ja langweilig.
So bleibt es ein bisschen spannend. Ob ich es irgendwann doch noch mal schaffe
Vorausgesetzt, ich erinnere mich dann überhaupt noch, wo mein Rad steht.
Bzw. welches von den Rädern meines ist.